Europawahlen
Wenig Beteiligung trotz zunehmendem Einfluss des EU-Parlaments? Foto: elza – Fotolia.com

Die Wahlbeteiligung sank in den letzten Jahren und Jahrzehnten bei der Europawahl fast kontinuierlich. Während zur ersten Europawahl am 10.06.1979 noch 65,7% aller Wahlberechtigten noch ihre Stimme abgaben, so sank der Wert bei diese Eropawahl den Daten des Bundeswahlleiters zufolge in den Jahren 1979 bis 2004. 2004 erreichte die Wahlbeteiligung mit 43% einen historischen Tiefstand, 2009 ist ein minimaler Zuwachs von 40,3% zu verzeichnen. Die Beteiligung scheint sich in Deutschland für die Europawahl mit etwa 43% stabilisiert zu haben. Damit liegt Deutschland im EU-weiten Trend, denn durchschnittlich beteiligten sich nur 42.94 % aller Wahlberechtigten.

In Deutschland wichen diesmal die Prognosen diverser Umfrageinstitute erheblich von dem tatsächlichen (allerdings noch vorläufigen) Ergebnis ab. So wurden der SPD in den Prognosen deutlich mehr Stimmen zugestanden, als sie letztlich erhielt. Doch auch in anderen EU-Nationen erhielten die sozialdemokratischen Parteien weniger Zuspruch als in den Jahren zuvor. Insgesamt verloren die großen, im Europäischen Parlament etablierten Parteien-Gruppierungen.

EPP-ED: Fraktion der Europäischen Volkspartei und europäischer Demokraten
Voraussichtlich eine minimaler Verlust, die EPP-ED verliert einen Prozentpunkt. Bleibt jedoch mit weitem Abstand die größte “Fraktionsbildung” im Europäischen Parlament.

PES: Sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament

Die Sozialdemokratische Fraktion ist der deutlichste Verlierer der Europawahl 2009. Von 27,6% fällt die PES auf 21,9% aller Sitze im Parlament.

GREENS/ EFA : Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz
Die Fraktion der Grünen-Parteien in Europa kann den stärksten Zuwachs der etablierten Fraktionen verbuchen. Von 5,5% steigerte sich die EFA auf 7,7%.

Während alle sonstigen Fraktionen in der Europawahl einen geringeren Stimmenanteil zu verzeichnen hatten, konnten sich verschiedene kleinere Parteien als einzige neben der EFA über mehr Stimmen freuen.

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