Alles in Ordnung mit dem Gesundheitssystem? Foto: Birgit Reitz-Hofmann – Fotolia.com
Die Statistiken sind beeindruckend. Fast 253 Milliarden Euro wurden bereits im Jahr 2007 für das Gesundheitswesen laut dem Statistischen Bundesamt ausgegeben. Das entspräche etwa 3.000 Euro je Bundesbürger. Neuere Zahlen zum Gesundheitssystem in Deutschland liegen noch nicht vor – die Ausgaben stiegen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten jedoch (absolut gemessen) tendenziell eher – als das sie sanken. Ein kleiner Trost – proportional zum BIP blieben die Ausgaben für das Gesundheitssystem einigermaßen stabil – seit Mitte der Neunziger pendelt der Wert zwischen 10 und 11 Prozent des Brutto-Inland-Produkts.
Dennoch: Zufrieden scheint niemand so recht mit dem Gesundheitssystem zu sein und Einige sagen sogar einen Kollaps voraus. Gerade im medizinischen Umfeld wird die Meinung vertreten, das Gesundheit mehr Geld wert wäre. Dabei gibt es außer Deutschland kaum Nationen die mehr – pro Kopf berechnet – für das Gesundheitssystem aufwenden.
Nur in den USA, Norwegen, Schweiz, Luxemburg und Kanada wird deutlich mehr als in hierzulande ausgegeben. Wie erfolgreich die einzelnen Nationen mit ihrem jeweiligen System sind, ist schwer bis nahezu unmöglich zu bewerten und so verwundert es auch kaum, dass bisher Versuche einzelne Gesundheitssysteme zu vergleichen rar sind. So gibt es zwar von der WHO einen Report zu den Gesundheitssystemen der 191 Mitgliedsstaaten – dieser ist jedoch alles andere als unumstritten.
Interessant an dem WHO-Ranking der Gesundheitssysteme ist jedoch, das gerade Staaten die verhältnismäßig wenig in ihr Gesundheitssystem investieren recht gut abschneiden können. So belegte zwar Frankreich den ersten Platz – überraschenderweise gelang es allerdings Italien mit deutlich geringeren Ausgaben den zweiten Platz zu belegen.
Mehr Ausgaben für das Gesundheitssystem müssen nicht zwangsweise auch eine bessere Versorgung zur Folge haben. Zu wünschen wäre es allerdings.
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