5April

Stromsparen mit LED-Lampen

F. Wackermann Umwelt

Stromsparen ist inzwischen auch in den populären Medien angekommen, so gibt es unter anderem kWh-Preis eine Blogparade zum Thema Stromsparen, Stromfresser & Co. Hier kommt meine kleine Beteiligung an dem “Projekt”:

Mein persönlicher Strom-Spar Tipp: Noch vorhandene Glühbirnen kann man direkt durch LED-Lampen ersetzen. So spare ich auch die Stromkosten in meiner Wohnung in Bayern.
Eigentlich gibt es sie ja schon länger die LED Lampen, doch erst seit wenigen Jahren werden sie auf breiter Front in den beliebten E14 und E27er Fassungen angeboten. Jetzt wird sicherlich argumentiert werden, dass LED-Lampen ein “unangenehmes” Licht haben, recht teuer sind und nicht immer die gewünschte Leuchtstärke bringen. Das ist zwar zum Teil richtig – aber nur zum Teil. LEDs gibt es sowohl in Warm-Weiß als auch verschiedenen “kalten” Varianten. Wenn auf der Packung nichts steht handelt es sich meist um LED-Lampen mit einem recht kalten Farbton. Warm-Weiß ist meistens auf der Packung auch mit einem Kelvin-Wert (d.h. Farbtemperatur) angegeben, meist lautet eine solche Bezeichnung dann schlicht “2700-3300K”. Damit kann man einigermaßen sicher gehen zumindest eine Lampe mit passablen Farbton zu erwischen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich zuerst Testberichte zu den LED Lampen des jeweiligen Herstellers durchlesen. Auch die Stiftung Warentest hat in der Vergangenheit bereits einige LED-Lampen getestet.
Ein Umstieg lohnt sich manchmal auch von einfachen Energiesparlampen (ESL) – da diese in geringen Mengen Quecksilber enthalten – sollte man sie meiner Meinung nach aus Zimmern von kleineren und stürmischen Kindern entfernen. Denn wenn die Energiesparlampe zerbricht ist das Kind dem Quecksilber ausgesetzt – das sollte nicht passieren. Wenn doch hilft nur noch gründlichstes Lüften – die Reste der zerbrochenen Energie-Sparlampe gehören dennoch nicht in den Hausmüll sondern zum lokalen Wertstoffhof. Vermeiden kann man solch ein Fiasko durch LED-Lampen – diese enthalten kein giftiges Quecksilber – sondern in erster Linie eine Menge Elektrik. Ein weiterer Vorteil von LEDs ist zudem die geringe Hitzeentwicklung. Außerdem ist bei einer LED die volle Leuchtstärke quasi sofort da, eine herkömmliche Energiesparlampe braucht ihre Zeit um ihre volle Helligkeit zu entwickeln.

Hier eine kurze Übersicht.

Vorteile von LEDs:

  • Sehr geringer Stromverbrauch
  • Kein Quecksilber
  • Nur eingeschränkte Hitzeentwicklung
  • Kinder-Zimmer geeignet
  • Direkt hell

Nachteile

  • Noch nicht überall dauerhaft erhältlich
  • Hochwertige LED-Lampen sind vergleichsweise teuer
  • Farbtemperatur vor Kauf nicht immer ersichtlich

Einsatzzwecke

  • Orte in denen die Helligkeit sofort benötigt wird und die Farbtemperatur nicht die primäre Rolle spielt, etwa Flure und Gäste-WC
  • Orte in denen das Licht sehr lange benötigt wird, etwa private Arbeitsräume

Weitere Informationen zur Blogparade gibt es beim Initiator-Blog selbst.
Als Nachtrag, hier die Beiträge der Aktion, die ich bisher als besonders lesenswert empfunden habe:

Daneben gab es noch einige weitere Beiträge.

4 Kommentare

Scotty schrieb am 11. April 2011 @ 16:17

Nutzt du denn solche LED Lampen aktiv? Wenn ja, welche? Wie viel Strom verbrauchen die und so weiter und so weiter ….

Enrico schrieb am 11. April 2011 @ 20:08

Vielen Dank fürs Erwähnen … sehr interessant geschrieben … wir haben jetzt im Flur LED Leuchtmittel … da sie im Gegensatz zu Energiesparlampen keinen hohen Anlaufstrom beziehen

F. Wackermann schrieb am 11. April 2011 @ 21:04

@Scotty: Ich nutze LED-Lampen auch aktiv zur Beleuchtung ;-) . In “meinen” Zimmer habe ich drei LEDs mit je drei Watt maximaler Leistungsaufnahme. Zuvor waren an gleicher Stelle drei 40-Watt Glühbirnen im Einsatz. Kostenpunkt waren etwa 20 Euro, langfristig sicherlich rentabel – vorausgesetzt die LED Lampen halten ansatzweise solange wie es auf der Packung angegeben war. Das Licht ist durchaus angenehm.

In einer Flur-Ecke ist zudem eine 1,8 Watt LED-Lampe in Kalt-Weiß im Einsatz. Die ist völlig Ausreichend um den Weg zum Bad zu finden und um das Sidebord an der Wand zu sehen … lesen möchte ich darunter allerdings nicht. Kostenpunkt hierbei waren etwa 5 Euro für diese LED Lampe.

Auf dem Dachboden (zum Trocknen von Wäsche genutzt, sowie als allgemeiner Stauraum) ist auch eine LED-Lampe im Einsatz. Wenn man dort mal vergisst das Licht auszuschalten braucht man nicht ein ganz so schlechtes Gewissen zu haben… (Vorher war dort eine 100 Watt Halogen Lampe, da erschien mir der Austausch recht sinnvoll).

Ansonsten sind hier überwiegend noch herkömmliche Energiesparlampen im Einsatz, sowie zwei Leuchtstoffröhren die jedoch eher weniger oft zum Einsatz kommen.

@Enrico: Ich denke bei dem Vergleich zwischen den einzelnen Lampen-Formen ist der Anlaufstrom immer recht zu vernachlässigen, auch wenn die Lampen nur recht kurz genutzt werden. Im Flur sind LEDs natürlich dennoch absolut im Vorteil, da sie “sofort hell” sind im Vergleich zu den ESL.

Thomas schrieb am 18. April 2011 @ 21:33

Zunächst mal vielen Dank für die Nennung meines Artikels zur Blogparade!

Dein Beitrag hier stellt für mich auch einen Mehrwert dar. Auch wir sind im Augenblick in der Planungsphase in Sachen LED-Beleuchtung an verschiedenen Ecken der Wohnung.

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